BEITRAG ZUR BLUTDRUCKSENKENDEN WIRKUNG DREIER CHINESISCHEN VERATRUM-ARTEN
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Abstract
Es wurden Alkaloidpraeparate aus Veratrum schindleri Loes. f. (邢氏藜芦 SA), Veratrum Maackii Regel (马氏藜芦 MA) und Veratrum puberulum Loes. f. (毛叶藜芦 PA) auf ihre blutdrucksenkende Wirkung an narkotisierten Tieren untersucht. Bekanntlich ist die Wirkung der Alkaloide verschiedener Veratrum-arten einander nicht identisch. Da zudem die Veratrum-praeparate immer noch klinisch als Hypotonika Verwendung finden, scheint es nicht unberechtigt, weitere Versuche anzustellen. Es wurde gefunden, dass intravenoese Injetion von MA 5—25 μg/kg, PA 25 μg/kg oder SA 50 μg/kg eine tiefe Blutdrucksendung an der Katze hervorruft. Der Blutdruck ist um 20—70% reduriert, die Senkung dauerte 5—80 Min. und ist im allgemeinen von Bradykardie und Respirationshemmung begleitet. Intramuskulaer sowohl as auch peroral den Katzen verabfolgt, 10 bzw. 15 mal groessere Dosen sind noetig gewesen, um einen hypotensiven Effekt herbeizufuehren, welche einige Stunden dauerte; ein Tell der Tiere sind abet dabei ad exitus gekommen. Keine Tachyphylaxie nach wieder holten Verabreichungen ist beobachtet. Die blutdrucksenkende Wirkung der Praeparate an der Katze ist nicht beeinflusst dutch Adrenalin oder Noraderenalin, jedoch stark abgeschwaecht oder aufgehoben durch Vagotomie oder vorhergehende Gaben von Atropin 0.1 mg/kg, Novocain. Hcl 15 mg/kg oder TEAB 5—10 mg/kg. Die Praeparate ueben keine Wirkung auf die Kontraktion der Nickhaut des Auges aus. Der barorezeptorische Reflex auf Serien-okklusion beiderseitiger A. carotis communis, wie auch die Blutdruck-reaktion auf Reizung der zentripetalen Vagus-und Ischiaticus-stumpfes konnten gehemmt werden. Sehr Kleine intravenoes unwirksame Dosen (MA 1 μg/kg, PA 2 μg/kg, SA 5 μg/kg) haben, in die A. lingualis oder A. thyreoidea superior de, Katze eingespritzt, eine deutliche Hypotension hervorgebracht. An isolierten Kaninchenohren und Katzenhinterbeinen konnte keine direkte gefaesserweiternde Wirkung der Praeparate gefunden werden. Grosse Dosen (MA 75—200 μg/kg, PA 200 μg/kg, SA 400 μg/kg) verursachten an normalen Katzen Erbrechen, welches dutch vorherige i. m. Megaphen-administration gehindert werden konnte.
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